La carrière du F.C.Wiltz 71

 

Constitué le  12 mars 1971

Issu de la fusion entre

le F.C. Union Sportive Niederwiltz (1971),

 le F.C. Gold a Rout Wiltz (1971) et

le F.C. Arminia Weidingen (1978).

 

Finaliste de la Coupe de Luxembourg en 2001

Demi-finaliste de la Coupe de Luxembourg en 2018

Vainqueur de la Coupe du Prince en 1974 et 1975

Finaliste de la Coupe du Prince en 1997, 1998, 2001, 2002 et 2006

Vainqueur de la Coupe des Cadets en 1988 et 1990

Finaliste de la Coupe des Cadets en 1987

Finaliste de la Coupe des Seniors Réserves en 2006

5e place en Division Nationale en 1997 et 2006

 

1971-1973: division 2 série 1

1973: 1er en division 2 série 1, montée en division 1

 

1973-1979: division 1

1979: 1er en division 1, montée en promotion d‘honneur

 

1979-1981: promotion d’honneur

1981: 1er en promotion d’honneur, aucune défaite, 1ère montée en division nationale

 

1981-1985 : division nationale

            1985: 1ère descente

 

1985-1986: promotion d’honneur

1986: 1er en promotion d’honneur, 2e montée en division nationale

 

1986-1987: division nationale

            1987: 2e descente

 

1987-1991: promotion d’honneur

1991: 3e montée

 

1991-1992: division nationale

            1992: 3e descente

 

1992-1994: promotion d’honneur

1994: 1er en promotion d’honneur série 1,  4e montée en division nationale

 

1994-2001: division nationale

2001: 4e descente, finaliste de la Coupe de Luxembourg.

 

2001-2002: promotion d’honneur

2002: 1er en promotion d’honneur, 5e montée en division nationale

 

2002-2008: division nationale

2008: 5e descente

 

2008-2010: promotion d‘honneur

            2010 : 1er en promotion d’honneur, 6e montée en division nationale

 

2010-2011 : division nationale

            2011 : 6e descente

 

2011-2012 : promotion d’honneur

            2012 : 3e en promotion d’honneur, vainqueur du match de barrage, 7e montée en division nationale

 

2012-2016 : division nationale

             2016 : 7e descente

 

2016-2020 : promotion d’honneur

            2018 : demi-finaliste de la Coupe de Luxembourg

 

49e année en cours depuis la fusion / 2e place après 15 matches

 

24 années en division nationale

(1981-1985, 1986-1987, 1991-1992, 1994-2001, 2002-2008, 2010-2011, 2012-2016)

 

17 années en promotion d’honneur

(1979-1981, 1985-1986, 1987-1991, 1992-1994, 2001-2002, 2008-2010, 2011-2012, 2016-2020)

 

6 années en division 1 (1973-1979)

 

2 années en division 2 (1971-1973)

Die drei früheren Wiltzer Fußballvereine

(1. Teil) 

(Quellen : „De Lëtzebuerger Football“ von Arno Funck*  & eigene Recherchen 

*Arno Funck aus Petingen ist ein eingefleischter Fußballfan und Freund von Tabellen. Er begann im Juli 1999 eine Datenbank über den Luxemburger Fußball aufzubauen. Bis zu sechs Stunden täglich verbringt er mit der Aktualisierung seiner Seite.

 

Zum besseren Verständnis vorweg die verschiedenen Divisionsaufteilungen im Laufe der Jahre:

Als die Wiltzer Vereine zur FLF stoßen, lautet die Einteilung: 1. Division, Promotion,

2. Division und 3. Division.

Sie wird vor der Saison 1931-1932 ersetzt. Nun gilt die Reihenfolge: Ehrendivision, 1. Division, Promotion, 2. Division und 3. Division.

Bereits seit 1957-1958 besteht die heutige Aufteilung: Nationaldivision, Ehrenpromotion,

1. Division, 2. Division und 3. Division. 1964 wird die 4. Division, die es mittlerweile nicht mehr gibt, eingeführt.

Seit 1995-1996 gibt es 3 Punkte für einen Sieg. Bis dahin waren es nur 2.

 Von 1921 bis zum Zweiten Weltkrieg

 

Am 12. März 2021 wird der F.C. Wiltz 71 50 Jahre alt. Entstanden ist er aus der Fusion der „Union Sportive Niederwiltz“ (gegründet am 14. September 1919) mit „Gold a Rout Wiltz“ (23. Mai 1920). 1978 stößt „Arminia Weidingen“ (7. September 1924) hinzu. Sieben Jahre zuvor hatte sich der dritte Fußballverein aus der Gemeinde Wiltz mit eindeutiger Mehrheit gegen den Beitritt entschieden.

 

In den Statistiken von Arno Funck tauchen die Namen „U.S. Niederwiltz“ und „Gold a Rout Wiltz“ erstmals in der Saison 1921-1922 auf. Beide spielen im Nordbezirk der 3. Division und belegen die Plätze 5 und 6. Die Mannschaft aus der Oberstadt gewinnt 3 von 10 Spielen

(Torverhältnis: 9:18), diejenige aus der Unterstadt hat nur ein Unentschieden zu Buche stehen und wird mit 4:41 Toren Letzter. Die Divisionseinteilung war – wie bereits erwähnt – zu diesem Zeitpunkt folgende: 1. Division, Promotion, 2. Division und 3. Division. Es gab 2 Punkte für den Sieg und einen für das Unentschieden. Nur 52 Vereine hatten gemeldet.

 

1922-1923 und 1923-1924 tritt die „U.S. Niederwiltz“ nicht an. In seiner ersten Saison

bekommt es „Gold a Rout Wiltz” im 2. Bezirk der 3. Division mit nur 2 Gegnern zu tun.

4 Punkte springen in 4 Begegnungen heraus. 1923-1924 reichen  2 Siege in 6 Spielen zu einem 3. Platz im 1. Bezirk der 3. Division und … zum Aufstieg in die 2. Division. Da ein Verein seine Mannschaft zurückzieht, darf Wiltz die Play-off gegen Hautcharage und Steinsel bestreiten und … profitiert davon.

 

1924-1925: Die Oberstädter vermeiden den Abstieg dank der Play-off. Die Unterstädter

nehmen den Betrieb wieder auf und verbleiben in der 3. Division.

 

1925-1926: Wiltz behält seinen Platz in der 2. Division.

 

1926-1927: Niederwiltz verliert das Play-off-Spiel um den Aufstieg, Oberwiltz gewinnt dasjenige gegen den Abstieg.

 

1927-1928: Niederwiltz  steigt erstmals in die 2. Division auf.

 

1928-1929,1929-1930 und 1930-1931: Beide Mannschaften schaffen den Klassenerhalt.

Oberwiltz ist immer um einen Rang besser platziert als N/W.

 

1931-1932: „Gold a Rout“ beendet die Meisterschaft an 3. Position, Niederwiltz wäre abgestiegen, doch es kommt zur Neuaufteilung der Divisionen, die da lautet: Ehrendivision,  1. Division, Promotion, 2. Division und 3. Division.

 

1932-1933: Oberwiltz darf in der Promotion antreten, „Union“ behält ihren Platz in der

2. Division.

 

1933-1934: Bedingt durch den Abstieg von Oberwiltz, spielen die beiden Stadtrivalen wieder beide in der 2. Division (= zweitniedrigste Stufe). Erstmals klassiert sich „Union“ (4.) vor „Gold a Rout“ (6.)

 

1934-1935: Oberwiltz und Niederwiltz duellieren sich weiter in der  2. Division. Zum ersten Mal taucht der Name „Arminia Weidingen“ in den Statistiken von Arno Funck auf. Der Vorstadtverein schafft den sofortigen Aufstieg in die 2. Division.

 

1935-1936: Jetzt gibt es 3 Wiltzer Mannschaften in der 2. Division. Es kommt zu 6 Lokalderbys, in denen es meist heiß hergeht, auf und neben dem Spielfeld. Niederwiltz steigt auf, Oberwiltz verbleibt, Weidingen steigt ab.  

 

1936-1937: Der bisher größte Erfolg in der Geschichte des Wiltzer Fußballs. „Union“ steigt ein zweites Mal in Folge auf. 11 Siege und 4 Unentschieden in 18 Begegnungen bescheren dem Verein aus der Unterstadt den 2. Platz, hinter Alliance Düdelingen, und das Erreichen

der zweithöchsten Spielklasse (1. Division). „Gold a Rout“ und „Arminia“ verpassen den jeweiligen Aufstieg knapp.

 

1937-1938: Abstieg für Niederwiltz, Aufstieg für Oberwiltz, beide spielen demnach wieder

gegeneinander und zwar in der Promotion. Weidingen scheitert erneut mit dem Versuch, in die 2. Division zurückzukehren.    

 

1938-1939: Niederwiltz und Wiltz steigen ab. Weidingen bleibt  in der 3. Division.

 

1939-1940: „Union“ schließt die Saison an erster Stelle des 1. Bezirkes der 2. Division ab,

„Gold a Rout“ an letzter Position. Letzter Platz auch für Weidingen im 1. Bezirk der 3. Division.

 

1940-1945: Keine Meisterschaft infolge des 2. Weltkrieges.

 

 (2. Teil) 

Von 1945 bis zur Fusion

 

1945-1946: Nach dem Krieg wird „Union Sportive Niederwiltz“ in die Promotion eingestuft, wo der 8. Platz unter 10 Mannschaften erreicht wird. „Gold a Rout“ und „Arminia“ gehören zu den 5 Mannschaften, die im 4. Bezirk der 3. Division antreten. Sie landen auf den Rängen 3 und 5.

 

Niederwiltz“ spielt von 1945 bis 1957 ohne Unterlass in der Promotion (dritthöchste Klasse hinter der Ehrendivision und der 1. Division). Vor der Saison 1957-1958 kommt es zu einer  neuen Aufteilung der Divisionen, die jetzt so heißen: Nationaldivision, Ehrenpromotion,

1. Division, 2. Division und 3. Division. Niederwiltz wird in die 2. Division eingestuft und steigt ein Jahr später in die 1. Division auf. Fünf Jahre dauert der Aufenthalt  in der jetzt neuen dritthöchsten Spielklasse. Ihre beste Platzierung  erreicht „Union“ in der Saison 1960-1961, wo der 7. Rang herausspringt. Von 1964-1965 bis 1969-1970 heißt es in der 2. Division anzutreten. Die Spielzeit 1970-1971, die letzte vor der Fusion, verläuft ganz schlimm. Sage und schreibe 6 Punkte werden in 26 Begegnungen gesammelt. Der Abstieg bedeutet, dass die Laufbahn des Fusionsvereins Wiltz 71 in der 2. Division beginnt.

 

Für „Gold a Rout Wiltz“ bedeuten die 25 Jahre zwischen dem Krieg und der Fusion ein ständiges Auf-und-Ab. Man pendelt zwischen der 2. und der 3. Division hin und her

 

Nach dem Krieg wird Wiltz in die 3. Division eingestuft. Auf Anhieb gelingt der Aufstieg, gefolgt vom 1. Abstieg und vom Wiederaufstieg. Nach vier Saisons in der 2. Division wird der Höhepunkt in der Laufbahn von „Gold a Rout“ in der Spielzeit 1951-1952 erreicht, als der Aufstieg in die Promotion gelingt. Nur 3 Jahre dauert der Aufenthalt in der dritthöchsten Klasse. Von 1955 bis 1957 gilt es wieder in der 2. Division anzutreten.

 

Die Neuaufteilung der Klassen vor der Saison 1957-1958 bringt es mit sich, dass Wiltz in die 3. Division eingegliedert wird. Aufstieg, Abstieg, Aufstieg, Abstieg so heißt es, bevor 1962-1963 der 7 Jahre dauernde Aufenthalt in der 3. Division beginnt. 1968-1969 kommt es zum letzten Aufstieg in die 2. Division, dort wo 1970-1971 die Karriere von „Gold a Rout“ mit einem fünften Platz abgeschlossen wird und 1971-1972 diejenige vom F.C. Wiltz 71 beginnt.          

 

„Arminia Weidingen“ tritt in der Saison 1945-1946 in der 3. Division an. Die Spielzeit 1946-1947 beschert Weidingen den ersten Platz mit einem Torverhältnis von 69:3 und somit den Aufstieg in die 2. Division. Es folgen der Aufstieg in die Promotion und der sofortige Abstieg. Nach 2 Jahren in der 2. Division gelingt erneut das Erreichen der Promotion, in der man diesmal 5 Spielzeiten verbleibt.

 

Die Neuaufteilung der Divisionen vor der Saison 1957-1958 bringt die Einstufung in die 2. Division mit sich. Bis zur Saison 1965-1966 wird um den Aufstieg gekämpft. Dreimal (1957-1958, 1961-1962 und 1964-1965) wird dieser knapp verfehlt.1966-1967 wird er endlich erreicht. Abstieg, Wiederaufstieg und 2. Aufstieg in Folge und die „Arminia“ findet sich erstmals in der Ehrenpromotion wieder. 1970-1971 springt ein 9. Rang heraus, 1971-1972 beginnt die Abstiegsserie, die mit dem letzten Platz in der 4. Division endet. Nach der Spielzeit 1977-1978 schließt man sich dem F.C. Wiltz 71 an.

 

Wohl weil die F.S.A. (Fédération Sportive Ardennaise) den Spielbetrieb einstellt, schließen sich viele ihrer Mitgliedsvereine nach dem Krieg der F.L.F. an, so u.a.: Jeunesse Wilwerdange, FC Knaphoscheid-Selscheid. Sport Bellain, Ro’de Le’w Consthum, Union Ardennes Eschweiler/Wiltz, Le Montflin Bigonville, FC Everlange, Sura Esch/Sauer, US Dahl, Sura Michelau, Jeunesse Goesdorf...

 

Fusion

1971: Wiltz und Niederwiltz fusionieren, Weidingen (noch) nicht

Fernand Thines, der Fusionsvorkämpfer, schreibt in der anlässlich der Zehnjahresfeier des „F.C. Wiltz 71“ herausgegebenen Broschüre:

 

Schon 1937 tauchte die Idee einer Fusion auf. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch

5 Fußballvereine auf dem Gebiet der Wiltzer Gemeinde: die der F.L.F. angegliederten „Gold a Rout Wiltz“, „Union Sportive Niederwiltz“ und „Arminia Weidingen“ sowie die der F.S.A. (Fédération Sportive Ardennaise) angehörenden „Jung Nidderwooltz“ und „Driicht“.

 

Der von der „U.S. Niederwiltz“ ausgehende Versuch scheiterte kläglich, da die anderen 4 Vereine fürchteten ausgeschaltet zu werden. Sie glaubten,  der Verein der Unterstadt wolle allein das Feld behaupten.

 

Der Fusionsgedanke schlief ein. Die F.S.A. hörte auf zu bestehen.

 

In der Saison 1968-1969 wurde ein neuer Versuch von Niederwiltz aus gestartet. Weidingen   

gelang der Aufstieg in die Ehrenpromotion, Niederwiltz spielte abwechselnd in der 1. oder 2. Division, Wiltz in der 2. oder 3. Division. 

 

Eine Versammlung wurde einberufen. Schon vorher stand fest: Niederwiltz war einstimmig für die Fusion, während Wiltz und Weidingen eher eine abwartende, wenn nicht sogar eine negative Haltung einnehmen würden.

 

Der Niederwiltzer Sprecher Fernand Thines hatte alle nur möglichen Argumente zusammengetragen, die für eine Fusion sprachen, nicht zuletzt dasjenige, die Gegensätzlichkeiten , die auf sportlichem und sogar gesellschaftlichem Gebiet die einzelnen Ortsteile trennten, zu mindern, wenn nicht sogar aus der Welt zu schaffen. Alle Anwesenden hörten aufmerksam zu. Man verspürte jedoch in den verschlossenen Mienen und der geringen Diskussionsbereitschaft – kein Gegenargument wurde vorgebracht –, dass auch diesmal keine günstige Ausgangsposition geschaffen werden konnte, also auch kein positives Resultat zu erwarten war.

 

Doch ein  Grundstein war trotzdem gelegt worden. Die Argumente blieben, sie wurden in den Vorständen und auch privat diskutiert. Für einige Weitsichtigere der Anfangsgegner war die Idee nicht mehr so absolut abzulehnen. Sie rumorte in den Gehirnen und machte nach und nach frei von der engstirnigen Kirchturmpolitik, einem gewaltigen Hindernis auf dem Wege der Verständigung.

 

Bis 1971 sollte sich noch so manches ändern.

 

Das Scheitern der Fusionsgespräche in der Saison 1968-1969 sollte der Ansporn zu einem weiteren Anlauf sein. Es erwies sich jedoch als sehr schwierig, unter den angeblichen Sportfreunden einige Helfer zu finden. Unwahrscheinlich fadenscheinige Ausflüchte wurden vorgebracht. Doch jedoch wie groß der Widerstand einerseits war, desto verbissener wurde andererseits der Wille, Unmögliches möglich zu machen.

 

Eine erneute Zusammenkunft der Vereine fand statt. Man einigte sich darauf, 4 Punkte auszuarbeiten:

-          Statistischer Rückblick der Jahre 1958-1968

-          Erwartung einer möglichen Fusion

-          Berichterstattung in einer öffentlichen Informationsversammlung

-          Abstimmung durch die aktiven Mitglieder.

 

In zweijähriger Kleinstarbeit und mehreren Arbeitstagungen wurden alle wichtigen Daten aufgesucht, zusammengestellt und das Gesamtbild begann konkrete Formen anzunehmen.

 

Auf eine gute Mitarbeit der Vereinsvertreter muss schon hingewiesen werden, ansonsten die Vorarbeiten unmöglich gewesen wären. Es stellte sich u.a. klar heraus:

-          dass jeder der 3 Vereine über wertvolles Spielermaterial verfügte

-          dass trotz dieser Tatsache höhere Ziele nicht erreicht wurden

-          dass unsere sportlichen Erfolge immer nur Mittelmaß bleiben konnten

-          dass demzufolge stets die besten Spieler abwanderten

-          dass jeder der drei Vereine überdurchschnittlich viele Fans mitzog im Vergleich zu

anderen Vereinen

-          dass die finanzielle Lage dauernd besorgniserregender wurde

-          dass ob der gegebenen Sachlage die Zukunft eher skeptisch gesehen werden musste.

 

Eine eventuelle Fusion würde mit sich bringen:

-          vereinte, gute Kräfte in den verschiedenen Spielklassen

-          weniger Ausgaben, aber höhere Einnahmen (Reisen, Kleidung usw.)

-          einen einzigen geschlossenen Anhängerblock

-          keine lokale Sportrivalität

-          das Erreichen höherer Ziele in absehbarer Zeit

-          das Gewähren neuen sportlichen Mutes.

 

Die Vorteile einer Fusion überwogen bei weitem also die möglichen Nachteile. Voller Zuversicht konnte man der geplanten Informationsversammlung entgegensehen. Erwartungsgemäß waren die Anhänger der 3 Vereine in großer Zahl erschienen und verfolgten mit sehr viel Interesse den Bericht der Fusionskommission am 22. Januar 1971.

 

Am 18. Februar 1971 wurde im Stadthaus die offizielle Abstimmung aller lizenzierten Mitglieder der 3 Vereine durchgeführt. Für die Fusion stimmten 88 der 90 Mitglieder der „Union Sportive Niederwiltz“ und 72 der 94 Mitglieder von „Gold a Rout Wiltz“. Hingegen sprachen sich nur 28 der 88 stimmberechtigten Weidinger für die Fusion aus.

 

Es war nun aber verständlich, dass dieser eklatante Teilerfolg genutzt werden musste und die Vorstände der beiden Wiltzer Vereine waren einverstanden, durch eine weitere Abstimmung (ohne die Arminia) klarzustellen, ob die Lizenzierten auch einer Fusion von nur zweien der 3 Vereine zustimmen würden. Am 12. März sprachen 91 % dafür aus.

 

Der F.C. Wiltz 71 war geboren.

 

Nach der Saison 1977-1978 schloss sich auch Weidingen dem Fusionsverein an.

 

Der Niederwiltzer Fernand Thines leitete die verschiedenen Versammlungen. Die Fusionsdelegation bestand zudem aus Victor Schreiner und Henri Carmes (Niederwiltz), Johny Boentges, Will. Weber, Nic. Esch und Nicolas Fautsch (Weidingen), André Simon, Raymond Shinn und Jos. Schneider (Wiltz).                      

Fusion (Deel 2)

Die Fusion in der Presse 

Am 12. März 1971 sprachen sich die Lizenzierten der Vereine Union Sportive Niederwiltz und Gold a Rout Wiltz für die Fusion aus. Der F.C. Wiltz 71 war geboren.

 

Im Républicain Lorrain vom 14. März 1971 war zu lesen: Nous venons d’apprendre que la fusion wiltzoise est maintenant chose acquise. Vendredi soir, lors de la réunion constituante, 91 %  des membres licenciés des deux clubs Gold a Rout Wiltz ainsi que U.S. Niederwiltz se sont prononcés en faveur d’une fusion. Arminia Weidingen, qui avait des observateurs à cette réunion, regrettait, dans différents milieux, qu’une fusion plus large n’ait pu se faire. A l’avenir Arminia Weidingen pourra néanmoins réintégrer le club F.C. Wiltz 71, mais sans poser la moindre condition. L’administration communale a d’ailleurs promis au nouveau-né des clubs wiltzois une aide substantielle. Félicitons les dirigeants et membres des deux clubs pour ce premier pas décisif.

 

Das Luxemburger Wort schrieb: Seit Freitag steht fest, dass die Vereine Gold a Rout Wiltz

und U.S. Niederwiltz ab nächster Saision als fusionierter F.C. Wiltz 71 antreten werden, Ein Referendum unter allen Lizenzierten brachte eine 91-prozentige Mehrheit für die „gemeinsame Sache“, so dass der seit langem organisatorisch und verwaltungstechnisch vorbereiteten Fusion nichts mehr im Wege stand. Der gesamtwiltzer Verein wir nächste Saison mit 7 Mannschaften antreten.

 

Wenn vom sportlichen Standpunkt aus das Abseitsstehen der Weidinger zu bedauern hat, so kann man auf der Gegenseite den augenblicklichen Teilerfolg nicht herabspielen, schon allein der Tatsache wegen, dass bisher zwischen den Wiltzern und Niederwiltzern manche Gegensätze bestanden. Diese Fusion, sofern man es nicht nur bei der Fusion belässt, muss ihre Früchte tragen. Die neue Einheit wird – sollte die Fußballwelt nicht auf den Kopf gestellt werden – von sich reden machen. Sie wird zeigen, dass auch fernab vom heimischen Fußballtreiben etwas geleistet werden kann.

 

Der Gründungsvorstand setzte sich zusammen aus: Norbert Muller (Präsident), Nicolas Brassel, Corneille Conter und Jean Stranen (Vize-Präsidenten), André Simon (Generalsekretär), Victor Schreiner (2. Sekretär), Henri Carmes (Generalkassierer), Joseph Schneider (2. Kassierer), Guillaume Flamand, Antoine Kauthen, Emile Lutgen, Jean Mander, Nicolas Moris, Norbert Theis und Fernand Thines.  

 

1971-1972: Die erste Mannschaft enttäuscht

 

Dass vom Aufstieg in die 1. Division nie die Rede sein konnte, damit hatte wohl niemand gerechnet. Wären da nicht Wilwerwiltz (insgesamt 5 P.) und Ulflingen (4) gewesen, hätte man vielleicht sogar gegen den Abstieg spielen müssen. Der deutsche Trainer Moers wurde Mitte der Saison von Norbert Reding, ehemals Juniorennationalspieler, abgelöst. Zehnter und drittletzter Tabellenplatz, 17 P. in 22 Begegnungen, 6 Siege, 5 Unentschieden und 11 Niederlagen, 36:39 Tore, so lautete die ernüchternde Bilanz der 1. Mannschaft.

 

Die erste Saison des Fusionsvereins brachte aber auch sportliche Freuden: Aufstiege der 2. Mannschaft, der Junioren und der Cadets. Beginn einer großen Coupe du Prince-Geschichte,

als man sich den der höchsten Klasse angehörenden Junioren von Aris Bonneweg erst in einem Wiederholungsspiel geschlagen geben musste.

 

Folgende Spieler kamen in der 1. Mannschaft zum Einsatz: Carlo Schmit, Robert Bock, Gaston Damit, René Meyer, Leo Marth, Marcel Cailliau, Norbert Reding, Michel Zweber, Guy Theissen, Fernand Federspiel, Jean-Pierre Gaasch, Roland Shinn, Raymond Shinn, Claude Conter, Carlo Tandel, Jean-Paul Grethen, Claude Weber, Aloyse Gira und René Wagner.

 

1972-1973: Der erste Aufstieg

 

Unter der Führung von Spielertrainer Roger Berend rehabilitierte sich die erste Mannschaft im zweiten Fusionsjahr. Knapp vor Hobscheid und Schieren schaffte sie den Aufstieg in die

1. Division. 31 P. in 22 Begegnungen, 11 Siege, 9 Unentschieden, 2 Niederlagen und 44:15 Tore standen zu Buche. Hobscheid brachte es ebenfalls auf 31 P., hatte jedoch ein schlechteres Torverhältnis (43-24). Mit 30 P. verpasste Schieren den Aufstieg äußerst knapp.

 

Eingesetzt wurden: Carlo Schmit, Josy (Zick) Federspiel, Gaston Damit, Leo Marth, Charles Even, Robert Bock, Raymond Marth, Raymond Shinn, Guy Jans, Roland Feltus, Alain Becker, Roger Berend, Claude Weber, Jean-Paul Grethen, Charles Pauly, Jan Hendrickx, Nico Loes, Jean-Marie Bourkel, Romain Schaus und Corneille Hulsbosch.

 

Nach Siegen über 3 Vertreter der höchsten Spielklasse schieden die Junioren (Trainer: Carlo Tandel) im Halbfinale der Coupe du  Prince aus. Die Cadets (Trainer: Norbert Reding) waren sogar auf dem Wege Landesmeister zu werden, mussten jedoch in der Rückrunde zwei Niederlagen einstecken und so Union Luxemburg und Red Boys Differdingen den Vorrang überlassen.

 

 

Doublé an der Coupe du Prince

1974 und 1975: Zwei Erfolge in der Coupe du Prince 

Die 2 ersten Saisons in der 1. Division: Ein 11. und ein 7. Platz 

Äußerst knapp war der Aufstieg in die 1. Division in der Saison 1972-1973 geglückt. Nur zwei Punkte weniger, und man wäre ein drittes Jahr in der 2. Division geblieben.

 

1973-1974 entging Wiltz 71 nur mit knapper Not dem Abstieg aus der dritthöchsten Spielklasse. Von den 14 Mannschaften stiegen damals 2 auf und 4 ab. Und Wiltz 71 wurde Fünftletzter mit 21 Punkten aus 26 Begegnungen  (8 Siege, 5 Unentschieden und 13 Niederlagen) sowie einem Torverhältnis von 44:59. Nach 8 Spieltagen belegte man noch den letzten Platz, kämpfte sich dann auf Rang 11 vor und rettete sich dank eines 6:2-Erfolges in Mühlenbach (25. Spieltag) und dank einer Niederlage von A.S. Differdingen (26. und letzter Spieltag). So behielt man 2 P. Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Roger Berend war frühzeitig von Carlo Tandel abgelöst worden. (Anm.: Bis zur Saison 1994-1995 einschließlich gab es nur 2 P. für einen Sieg.)

 

Zum Aufgebot der 1. Mannschaft gehörten: Carlo Schmit, Josy Federspiel, Jean-Paul Michels, Claude Weber, Robert Bock, Leo Marth, Gaston Damit, Guy Jans, Roger Berend, Nico Loes, Raymond Shinn, Alain Becker, Charles Pauly, Raymond Marth, Robert Thillens, Jean-Paul Grethen, Robert Schammel, Michel Zweber, Roland Feltus, Raymond Malget und Leo Rentmeister. Immerhin 6 Junioren befanden sich unter den 21 eingesetzten Spielern: Pauly, Thillens, Schammel, Michels, Becker und Rentmeister.

 

Die Spielzeit 1974-1975 schloss Wiltz 71 auf dem 7. Rang ab. 13 Siegen standen 12 Niederlagen und ein Unentschieden gegenüber. Nur Wasserbillig (71) schoss mehr Tore als Wiltz (67), nur der Tabellenletzte Hobscheid (85) kassierte mehr Treffer als Wiltz (55).

Nach einem sehr guten Start (6 P. aus 4 Spielen) fiel unsere 1. Mannschaft auf den 10. Tabellenplatz zurück (11 P. nach 12 Sp.), um sich dann noch in die erste Tabellenhälfte vorzuschieben. Zu bemerken, dass Trainer C. Tandel insgesamt 5 Torhüter einsetzte: 

Braquet, J. Federspiel, Schmit, J. Manderscheid und Schammel.

 

Dem engeren Aufgebot gehörten an: Jean-Paul Braquet, Josy Federspiel, Jean Kirchens, Claude Weber, Nico Wagner, Alphonse Kayser, Alain Becker, Robert Schammel, Corneille Hulsbosch, Robert Thillens, Jean-Paul Michels, Michel Zweber, Charles Pauly, Raymond Shinn, Leo Rentmeister, Fernand Federspiel und Alfred Grisius.

 

Zu einem oder einigen Einsätzen kamen: Carlo Schmit, Jean Manderscheid, Roger Manderscheid, Raymond Marth, Nico Günther, Nico Thurmes, Raymond Malget und Carlo Tandel.  

 

Wofür unsere 1. Mannschaft 10 Jahre brauchte, das schafften unsere Junioren in 3 Saisons: den Aufstieg in die höchste Klasse:

 

1971-1972: 1. Platz in der 4. Klasse: 161:18 Tore > Aufstieg in die 3. Klasse.

1972-1973: 1. Platz in der 3. Klasse: 97:21 Tore > Aufstieg in die 2. Klasse.

1973-1974: 2. Platz in der 2. Klasse: 57:22 Tore > Aufstieg in die 1. Klasse.

 

1973-1974: Erster Sieg in der Coupe du Prince 

Nach Siegen gegen Jeunesse (1:1 und 1:0), Beggen (3:0), Niedercorn (3:2) und Bettemburg (5:0) erreichten die Junioren des F.C. Wiltz 71 erstmals das Endspiel der Coupe du Prince. Der 5:2-Erfolg gegen Ettelbrück wurde zum ersten Höhepunkt in der bald 50-jährigen Geschichte.

 

Der 2. Höhepunkt folgte rund 12 Monate später. Im Endspiel des Prinzenpokals wurde Jeunesse Esch mit 4:2 besiegt. Der Weg ins Finale gestaltete sich sehr schwierig: 0:0 und 3:1 gegen Union Luxemburg, 2:2 und 1:0 gegen Fola Esch, 2:2 und 2:0 gegen Mertzig sowie 1:0 gegen Diekirch.

 

Zu den beiden Erfolgen einige Pressestimmen:

 

1974: Im „Le Rébublicain Lorrain“:

 

Ettelbrück – F.C. Wiltz 71       2:5 (2:1)

 

Terrain de Diekirch – Temps assez agréable – Pelouse bosselée – Environ: 1.200 spectateurs –

Arbitrage de M. Baustert

Buts pour Ettelbrück : Lehnen (8e et 21e minutes)

Buts pour Wiltz: Schammel (24e, 48e et 72e minutes), Thillens (69e et 78e minutes). 

 

Equipes:

Ettelbrück: Jacobs, Mangen, Steffen, Dax, Pittaro, Kemp, Brucher, Wanderscheid, Lopedote.                                                                                                 Koetz (74e Maraglino), Lehnen 

Wiltz: J. Manderscheid, Kirchens, Molitor (68e R. Manderscheid), Pauly, Wagner, Michels, Becker, Rickal, Rentmeister, Thillens, Schammel).

 

(…) Ce fut la qualité de buts qui finalement rassura tout le monde. Lehnen, après une première réussite, donna le ton en marquant des 18 mètres le second but de son équipe d’une reprise terrible des 18 mètres. Mal engagé, Wiltz 71 prouva alors que ses ressources tant physiques que morales étaient supérieures à celles de son adversaire. Schammel marqua trois buts d’une rareté qualité tant sur le plan individuel que collectif. Et Thillens mit le point final à cette finale nordiste en inscrivant é trois minutes de la fin un but foudroyant, tant aussi joli que celui qu’avait obtenu Lehnen.                                                                                                          

 

Les buts à eux seuls firent que cette finale méritait d’être vue. Au moment, où la défense hermétique est à l’ordre du jour, la prestation défensive d’Etzella en début de match, du F.C. Wiltz ensuite, contrastaient avec la rigueur méthodique habituelle. Et si cette spectaculaire efficacité devait peut-être résulter de l’inexpérience et de la naïveté, alors j’estime que ce sont là aussi des qualités.

 

Des qualités méconnues qui permettraient peut-être de remettre le football sur la voie du véritable spectacle offensif, où il devrait être.                  

 

 1974 -1975: Zweiter Sieg in der Coupe du  Prince 

1975: Im „Luxemburger Wort“ 

Wiltz 71 – Jeunsse 4:2 (3:2) 

(…) Weit über 1.000 Zuschauer erlebten in Steinfort ein kampfbetontes und torreiches Spiel, das vor allem in der ersten Hälfte zu begeistern konnte. (…) Die Leute um Carlo Tandel erwiesen sich ohne Zweifel taktisch besser eingestellt und legten daneben eine viel größere Spielfreude an den Tag. (…) Wiltz 71 hat damit seinen letztjährigen Erfolg in eindrucksvoller Weise bestätigt und die von diesem jungen Verein betriebene Nachwuchspolitik hat ohne Zweifel bisher ihre Früchte getragen.

 

Wiltz 71: J. Manderscheid, Berscheid, R. Manderscheid, Rentmeister, F. Hendrickx, Michels, Thillens, T. Hendrickx, Jopa,(77.‘ Liuzzi), Michiels (79.‘ Braquet), Lentz.                                                                                 

 

Jeunesse: Sagramola, Philippe (66.‘ Betti), Da Re, Pigat, Cornaro, Bosoni, Zwally, Di Letizia, Castellani (66.‘ Bordogelli), Barboni, Rossetto.

 

Schiedsrichter: Willière

Zuschauer: 1.057 zahlende

 

Torfolge: 1:0 Jopa (9.‘), 1:1 Rossetto (11.‘), 2:1 Thillens (32.‘), 2:2 Barboni (33.‘), 3:2 Thillens (38.‘), 4:2 Lentz (55.‘).

 

Und in der „Revue“ stand zu lesen: (…) Dieser zweite Erfolg in ununterbrochener Reihenfolge im Endspiel um die Coupe du Prince kann als verdiente Belohnung für die zielstrebige Jugendförderung in unserem Ginsterstädtchen gewertet werden.

1. Divisioun

Die Saisons 3 und 4 in der 1. Division: Ein 6. und ein 3. Platz

 

1975-1976: Tabellenführer bis zum 16. Spieltag

 

Die zwei ersten Saisons in der 1. Division (1973-1975) hatte Wiltz 71 nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Ab 1975-1976 setzte man sich den Aufstieg als Ziel. Lange schien alles nach Plan zu laufen. Nach 11 Spieltagen stand das Team von Carlo Tandel an der Tabellenspitze, mit 2 Punkten Vorsprung auf die direkten Verfolger. Der 1. Platz wurde 5 Runden lang verteidigt. Dann zerschlugen 2 hohe Niederlagen in Folge – 2:6 in Hesperingen und 3:6 zu Hause gegen Wasserbillig – alle Aufstiegsträume. Die Saison wurde mit 30 P. in 26 Begegnungen auf Position 6 beendet.

 

Der Verein, der so gerne seinen 5. Geburtstag mit dem Aufstieg in die zweithöchste Klasse gefeiert hätte, weihte am 26. August 1976 seine erste – und bisher einzige – Fahne ein. Patinnen waren die Damen Renée Aritto, Laure Feltus, Thérèse Rothe und Christiane Shinn. Die Paten hießen Jos. Becker, Nicky Reeff, André Simon, Ferdinand Thines und Louis Lampert. Der Vorstand bestand aus: John Cimolino (Präsident), Nicolas Brassel, Fernand Thines und Emile Schmit (Vizepräsidenten), Victor Schreiner (Generalsekretär), Johny Boentges (Generalkassierer), Joseph Schneider (2. Kassierer), André Becker, Corneille Conter, Marcel Grisius, Jean Mander, Aloyse Richartz, René Schroeder, John Shinn und Jean Stranen.

 

Folgende Spieler bildeten das Gerippe der 1. Mannschaft: Carlo Schmit, Jean-Paul Michels, Jean Kirchens, Claude Weber, Charles Pauly, Alphonse Kayser, Raymond Shinn, Robert Thillens, Alain Becker, Corneille Hulsbosch, Robert Schammel, Nico Wagner, Michel Zweber und Roger Manderscheid.

 

Zu einem oder einigen Einsätzen kamen: Emile Frantz (der lange Zeit verletzte Stammtorhüter), Leo Rentmeister, Alfred Grisius, Raymond Marth, Jean-Paul Rickal, Raymond Malget, Lucien Molitor, Romain Lentz, Fernand Federspiel und Jean Manderscheid.

 

Die 2. Mannschaft stieg in die höchste Klasse auf und spielte 1976-1977 – nach der Neuaufteilung – in der 3. Division. Die Junioren stiegen aus der 1. Klasse ab. Der Verein verfügte zudem über 2 Scolaires-Mannschaften.

 

1976-1977: Den 2. Platz um ein Haar verpasst

 

Ab dieser Saison bestand die 1. Division erstmals aus 2 Bezirken mit je 12 Mannschaften. Nur die Tabellenersten der beiden Bezirke stiegen sofort auf. Die jeweiligen Tabellenzweiten traten in Play-offs gegeneinander und gegen den Drittletzten der Ehrenpromotion an. 1976-1977 waren dies: Red Star Merl-Belair (EP), Tetingen und Schieren (beide 1. Division). Tetingen stieg auf, Merl-Belair stieg ab.

 

Wiltz 71 verpasste den 2. Platz im 1. Bezirk der 1. Division und somit die Play-offs denkbar knapp. Unter der Regie von Albert Adams, der bis dahin die luxemburgischen Nationalmannschaften der Junioren und Cadets trainiert hatte, beendete Wiltz 71 die Hinrunde an 3. Stelle, mit einem Punkt Rückstand auf Schieren und deren 2 auf Diekirch. Nach 16 Begegnungen hatten wir nur noch den 5. Platz inne, siegten jedoch dann fünfmal hintereinander und belegten den 2. Platz einen Spieltag vor Meisterschaftsende. Dies hätte – wie bereits erwähnt – zur Teilnahme an den Play-offs gereicht. Leider gelang uns am letzten 

Spieltag nur ein Unentschieden (2:2) in Junglinster, so dass uns Schieren den 2. Rang in extremis wegschnappte. Diekirch schloss die Saison als Leader mit 36 P. ab, vor Schieren (31) und Wiltz (30).

 

Albert Adams schenkte vor allem folgenden Spielern das Vertrauen: Emile Frantz, Carlo Schmit, Nico Wagner, André Clemens, Jean-Paul Michels, Claude Weber, Fernand Weber, Paul Closter, Robert Thillens, Romain Lentz, Raymond Malget, Charles Pauly, Marcel Huberty, Roger Manderscheid und Raymond Shinn.

 

Des Weiteren wurden eingesetzt: Jean-Paul Rickal, Robert Schammel, Romain Berscheid, Jean-Marie Schanck, Jean-Pierre Gaasch, Corneille Hulsbosch, Jean Kirchens und Gilbert Lentz.

 

Unsere 2. Mannschaft spielte in der 3. Division, wo sie – Aris Bonneweg und Etzella Ettelbrück ausgenommen – nur auf erste Mannschaften traf. Mit einem Torverhältnis von 107:32 schafften unsere Reserven dennoch den Aufstieg in die 2. Division.

 

 

Albert Adams, von Beruf Lehrer, trainierte Wiltz 71 auch in der Saison 1977-1978. Mit Red Boys Differdingen schaffte er 1978-1979 das Doublé und gewann zudem den Landespokal 1984-1985. Mit Avenir Beggen feierte er 1981-1982 den Landesmeistertitel und gewann den Pokal 1982-1983 und 1983-1984. In der Saison 1999-2000 trainierte er erneut Wiltz 71 und schaffte den Verbleib in der Nationaldivision.

Endlich in der Ehrenpromotion

1977-1978 : Erneut 3. Platz

 

Erneut konnten wir mit dem Aufstieg in die Ehrenpromotion liebäugeln. Aber auch im 2. Jahr unter Albert Adams reichte es nur zum undankbaren 3. Platz. Nach einem total misslungenen Start – Niederlagen gegen Schieren und Hesperingen, den späteren Bezirksmeister – lief es außerordentlich gut (6 Siege in Folge ohne Gegentor). Die Hinrunde wurde an der Tabellenspitze abgeschlossen, punktegleich mit Hesperingen und Wasserbillig. Zu Beginn der Rückrunde gab es erneut 2 Niederlagen, so dass wir wieder 4 Punkte im Hintertreffen lagen. Ein Sieg in Wasserbillig hätte uns – 3 Spieltage vor Saisonende – erlaubt zu den Moselanern aufzuschließen, aber leider ging auch dieses Spiel in die Binsen. Zu bemerken, dass unsere sämtlichen 5 Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied zustande kamen. Genau wie im Vorjahr sprang ein 3. Tabellenplatz, diesmal hinter Hesperingen (37) und Wasserbillig (32), heraus. Man erreichte dasselbe Punktetotal (30) wie 12 Monate zuvor und verfügte über die beste Verteidigung (22 Tore in 22 Begegnungen). Die Verpflichtung des erfahrenen belgischen Zentralverteidigers Robert Hordebise hatte sich gelohnt. Bereits im März 1978 war gewusst, dass der aus Bastnach stammende Hordebise die Nachfolge von Adams in der Saison 1978-1979 antreten würde.    

 

Am häufigsten eingesetzt wurden: Carlo Schmit, Josy Federspiel, Raymond Malget, Robert Hordebise, Jean-Pierre Gaasch, André Clemens, Claude Weber, Fernand Weber, Marcel Huberty, Rober Schammel, Charles Pauly, Robert Thillens, Romain Lentz, Théo Malget, Paul Closter und Robert Berscheid.

 

Zu einem oder einigen Einsätzen kamen: Lucien Molitor, Romain Schaus, Roland Cimolino und Romain Schneider.

 

Unsere B-Mannschaft hatte nur wenig in der 2. Division gegen 11 A-Mannschaften zu bestellen und stieg ab.

 

Arminia Weidingen schloss sich der Fusion an.

 

1978-1979: Eine exemplarische mit dem Aufstieg in die EP gekrönte Saison

 

Im 8. Jahr der Fusion sollte sich endlich der langersehnte Aufstieg in die Ehrenpromotion verwirklichen. Unter Trainer Robert Hordebise besaßen wir sowohl den besten Angriff (59 Tore) als auch die beste Verteidigung (12) des 1. Bezirkes der 1. Division. Zum Schluss hatten wir 5 Punkte Vorsprung auf Wasserbillig. Zuhause büßten wir keinen einzigen Punkt ein, 13 Mal siegten wir zu null, nie steckten wir mehr als zwei Tore ein. Weder ein Platzverweis noch ein Elfmeter wurden gegen uns verhängt. Wahrlich eine stolze Bilanz!

 

Dabei sah es nach 9 Partien gar nicht einmal so verheißungsvoll aus. Wiltz 71 verlor in Schieren (0:1) und hatte nun 3 Punkte Rückstand auf den mit dem Punktemaximum  führenden Sporting Mertzig, der eine Woche später in der „Géitzt“ zu Gast war. Vor über 600 Zuschauern setzte sich Wiltz 71 durch Tore von Schammel, Pauly und Th. Malget mit 3:0 durch. Es war wohl die für den Aufstieg ausschlaggebende Partie. Da Mertzig anschließend auch noch in Schieren verlor, wurden wir Herbstmeister. Die Tabellenführung sollten wir trotz zweier Niederlagen (in Wasserbillig und in Medernach) nicht mehr abgeben.    

 

Robert Hordebise bildete mit dem erst 16-jährigen Romain Schneider eine hierzulande ihresgleichen suchende Innenverteidigung. Es war auch der Beginn der Laufbahn des damals 17-jährigen, späteren Nationalspielers Théo Malget. Schneider und Malget gehörten 1988-1989 der Nationalmannschaft der Junioren an.   

 

Zum Aufgebot der 1. Mannschaft zählten: Jean Manderscheid, Josy Federspiel, Claude Weber, Robert Hordebise, Romain Schneider, Raymond Malget, Charles Pauly, Marcel Huberty, Robert Schammel, Robert Thillens, Théo Malget, Romain Lentz, Michel Zweber, Fernand Weber, André Clemens, Jean-Paul Schwartz, Raymond Marth, Nico Wagner, Romain Berscheid, Alain Michiels, Roger Rommes und Michel Deckenbrunnen.

 

Alle 22 Partien bestritten: Th. Malget, Schammel, Schneider und Cl. Weber. Ein einziges Mal fehlten Lentz und Pauly. Je 2 Begegnungen verpassten: Hordebise, R. Malget und Thillens. Die 59 Tore erzielten: Thillens (14), Schammel und Zweber (10), Th. Malget und Schneider (7),  Lentz (4), Pauly (3), Huberty (2), Hordebise (1) und ein Eigentor.

 

Was unsere 5 anderen Mannschaften anbetraf, so sei hervorzuheben, dass den von Vic. Schreiner trainierten Scolaires I der Aufstieg in die 1. Klasse, mit nur einer einzigen Niederlage, gelang.

 

Vor den ehemaligen „Vestiaires“ in der „Géitzt“ wurden sie für den Aufstieg in die Ehrenpromotion geehrt. Auf dem Foto erkennen wir v.l.n.r.:

Stehend: Josy (Zick) Federspiel, Robert Schammel, Michel Deckenbrunnen, Romain Schneider, Marcel Grisius (Offizieller), Fernand Weber, Marcel Huberty, Romain Berscheid,  

Robert Hordebise und Claude Chair (Kinesitherapeut).

Hockend: Théo Malget, Robert Thillens, Charles Pauly, Claude Weber, Romain Lentz, Michel Zweber und Raymond Malget.

1979-1980: Auf Anhieb ein 3. Platz in der Ehrenpromotion

Einen gelungeneren Start in der Ehrenpromotion hätten wir uns wohl kaum wünschen können. Die Saison 1979-1980 begann mit 2 Auswärtserfolgen (Tetingen und A.S. Differdingen). Nach drei Spieltagen besaßen wir noch das Punktemaximum. Nach dem 6. Spiel mussten wir die Tabellenführung abgeben. Bis 3 Sonntage vor Schluss kämpften wir mit Alliance um den 2. Tabellenplatz, den wir schließlich den Düdelingern überlassen mussten. Als einzige Mannschaft konnten wir uns brüsten, den souveränen Leader Eischen besiegt zu haben (3:1). Vor 710 zahlenden Zuschauern gelang Théo Malget dabei ein Hattrick. Zuhause wurden nur drei Punkte abgegeben (Niederlage gegen Alliance, Unentschieden gegen Hesperingen). Eischen (37 P.) und Alliance (32) stiegen in die Nationaldivision auf. Der Aufsteiger Wiltz 71 schaffte auf Anhieb den 3. Platz mit 28 P. und 42:32 Toren in 22 Begegnungen. Mit einem solchen Abschneiden hätte nicht einmal der fanatischste Wiltzer Anhänger gerechnet, zumal man nur 2 Neuzugänge mit dem ehemaligen Torhüter der Juniorennationalmannschaft Lucien Flick (Steinsel) und dem belgischen Mittelfeldspieler Jean-Claude Tribolet (Saint-Hubert) zu verzeichnen hatte.


Zum engeren Aufgebot gehörten 15 Spieler: Lucien Flick, Claude Weber, Raymond Malget, Robert Hordebise, Romain Schneider, Robert Schammel, Charles Pauly, Marcel Huberty, Jean-Claude Tribolet, Robert Thillens, Romain Lentz, Théo Malget, Michel Zweber, Guy Jans und Michel Deckenbrunnen.


T. Malget und Schammel bestritten alle 22 Partien. Flick, Schneider, R. Malget , Pauly und Thillens fehlten nur ein Mal.

Nationaldivisioun

1980-1981: Endlich in der Nationaldivision

Vor einigen Tagen schaffte Wiltz 71 den 8. Aufstieg in die Nationaldivision, die jetzt BGL Ligue heißt. Vor 40 Jahren wurde das 1971 von den Fusionsvätern gesteckte Ziel – in der höchsten Spielklasse anzutreten – erreicht. Zehn Jahre hatte man dazu gebraucht: 2 in der 2. Division, 6 in der 1. Division und nur 2 in der Ehrenpromotion. 1979-1980 wäre es schon fast gelungen. Es reichte jedoch „nur“ zum 3. Rang.


1980-1981 wurde zu einer beispielhaften Saison. Wiltz 71 übernahm die Tabellenspitze am 6. Spieltag und setzte sich nach der 14. Begegnung von den Verfolgern ab. Die Saison endete mit 6 Punkten Vorsprung auf den Mitaufsteiger Hautcharage. 37-7 Punkte und 44-19 Tore standen zu Buche, wobei zu bemerken ist, dass die 7 Verlustpunkte allesamt aus Unentschieden stammten.


Wiltz 71 überstand das 2. Jahr in der Ehrenpromotion also ohne Niederlage. Recht knapp ging es jedoch oft zu, wurden doch 10 Spiele mit nur einem Tor Unterschied gewonnen

(1 x 4:3, 1 x 3:2, 5 x 2:1 et 3 x 1:0). Folgende 16 Spieler wurden eingesetzt: Lucien Flick, Robert Hordebise (Trainer), Marcel Huberty, Romain Lentz, Raymond Malget, Théo Malget, Charles Pauly, Robert Schammel, Romain Schneider, Carlo Schon, Robert Thillens, Jean-Claude Tribolet, Claude Weber, Romain Gasper, Guy Jans und Michel Zweber.


Alle 22 Partien bestritten: Flick, Lentz, R. Malget, T. Malget, Schammel und Schneider. Mehr als 10 Begegnungen absolvierten: Thillens und Tribolet (19), Hordebise und Weber (17), Pauly und Schon (16) sowie Huberty (13). Des Weiteren griff Trainer Hordebise zurück auf: Jans (9), Gasper (5) und Zweber (4).


Die Tore erzielten: T. Malget (10), Schammel (7), Schneider, Schon und Thillens (je 5),

Lentz (4), Tribolet (3), Gasper, Jans und Weber (je 1). Hinzukommen 2 Eigentore.


Die Cadets, die seit 1977 in der 2. Klasse spielten, schafften unter Trainer Antoine Esch den Aufstieg.


Der Vorstand bestand aus: John Shinn (Präsident), Emile Schmit, Emile Keiser und Joseph Schneider (Vizepräsidenten), Thérèse Rothe (Generalsekretärin), Johny Boentges (Generalkassierer), Aly Baulisch, Corneille Conter, Jean Damit, Marcel Grisius, Albert Majerus, Jean Mander, Henri Maylaender, Henri Rothe, Fernand Schinhofen und René Schroeder. Von den 16 leben nur noch vier: J. Shinn, Th. und H. Rothe sowie J. Schneider.